VASTA

In  VASTA  kehrt Lina Gómez nach siebzehn Jahren als Tänzer*in auf die Bühne zurück, in ein eigenes Werk. In einem Solo vielfacher Präsenzen über Ursprung und Transformation bewegt sie sich rückwärts – im Anschluss an lateinamerikanische Kosmovisionen, in denen die Vergangenheit vor uns liegt. 

Im Dialog mit ihren verstorbenen Großmüttern wird der Körper zum lebendigen Archiv. Erinnerungen an kolumbianische und brasilianische Tanztraditionen entfalten sich durch kreisförmige Bewegung, Rhythmus und Live-Perkussion. VASTA  nähert sich dem Kreis als einem Ort der Begegnung, des Widerstands und geteilter Zeit – und fragt: Was tragen wir weiter, was verwandeln wir, was lassen wir zurück? 

Das Stück, das im Juli 2026 im Radialsystem seine Premiere feierte, wird eigens für den Galerieraum von SAVVY adaptiert. 

Lina Gómez ist in Kolumbien geboren und in Brasilien aufgewachsen. Sie lebt als Choreografin, Tänzerin und Lehrende in Berlin. In ihren Arbeiten hinterfragt sie durch Wiederholung und Beharrlichkeit unsere Wahrnehmung von Zeit und verwebt dabei verschiedene Bewegungstraditionen mit der Erforschung der Energie, die zwischen Musik und Körpern fließt. Gómez studierte Tanz und Theater in São Paulo und absolvierte einen Master in Choreografie am HZT Berlin. Zu ihren Ensemble-Kreationen zählen unter anderem „Vagarosas" (2023) und „Träumerei des Verschwindens" (2022), beide präsentiert im Radialsystem. www.linapgomez.com