Kolonialismus Erinnern

Eine kritische Aufarbeitung des Kolonialismus ist keine historische Fußnote, sondern Voraussetzung für eine gerechte und diskriminierungssensible Gegenwart. Diese Verantwortung darf nicht vertagt werden.

Dr. Ibou Diop

Wir freuen uns, zum Abschluss unserer Ausstellung DESACTA. GEGENFORMELN ZUR ENTWIRRUNG VON 140 JAHREN BERLINER AFRIKA-KONFERENZ, uns mit Ibou Diop über die langjährige Arbeit an der Entwicklung zu Konzepten auszutauschen, Kolonialismus in Deutschland zu erinnern. 

Ibou Diop [iːbu dj͜ɔp] lebt in Berlin. Er hat in Paris und Berlin Literaturwissenschaft studiert und zu Fragen von Globalisierung und Universalisierung promoviert. Ibou Diop ist Kurator von Diskursprogrammen und Ausstellungen zeitgenössischer Kunst im Senegal und in Deutschland. Seine Arbeitspraxis hat einen starken Fokus auf partizipative Formate, die Kunst, Denken und Zivilgesellschaft zusammenbringen, um gemeinsam Räume zu besetzen und zu gestalten.

Seit 2022 arbeitet er in enger Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Initiativen an Konzepten und Orten für eine Erinnerung an Berlins koloniale Vergangenheit. Co-kuratiert von Max Czollek und Ibou Diop startete im Herbst 2024 das Festival "heimaten" im HKW, ein mehrjähriges Programm zur Neudeutung des Heimatbegriffs.