Neighbouring as a Practice of Care – On Proximity and Contested Spaces

Bin ich dein Nachbar allein dadurch, dass wir dasselbe Gebäude bewohnen, vielleicht nur durch eine Wand voneinander getrennt?
Im Rahmen des mowe-Festivals laden wir Euch herzlich zu dieser Präsentation ein, die zwei miteinander verbundene Stränge postkolonialer urbaner Forschung vereint. Sie beginnt mit einer Einführung in SAVVY Contemporary und Colonial Neighbours – ein partizipatives Archiv- und Forschungsprojekt, das die koloniale Geschichte Deutschlands und ihre anhaltenden Auswirkungen auf die Gegenwart untersucht – und führt anschließend zu einer vertieften Auseinandersetzung mit dem Projekt Ari Map, das im Rahmen der postkolonialen Nachbarschaftsforschung am IfEE der Humboldt-Universität zu Berlin unter der Leitung von Prof. Dr. Regina Römhild entwickelt wurde. Im Zentrum der Präsentation steht Matthews Textbeitrag "Neighbouring as a Practice of Care", der fragt, wie Nähe zu umkämpften Geschichten den Alltag in postkolonialen Nachbarschaften prägt – und wie Nachbarschaft selbst als eine Praxis räumlicher und sozialer Fürsorge verstanden werden kann.

Matthew Hansen bewegt sich, verankert in künstlerischer Praxis und kultureller Arbeit, fließend zwischen dem Schaffen, dem Vermitteln und dem Einordnen – und sucht dabei nach neuen Wegen, Geschichten zu erzählen und zu teilen.

Mowe Festival ist ein neues Festival für Kunst und Stadtkultur, das von 8.–10.Mai 2026 an 47 Orten in Moabit und Wedding stattfindet.