Die Schule des Weitergebens

Seit ihrer Kindheit faszinierte es sie, Geschichten zu hören und zu erzählen. Als sie älter wurde, entdeckte sie die Kraft, die in Worten steckt, und begann daraufhin zu schreiben. Mónica Salas wurde am Meer geboren, in Lima, Peru. Das Leben schenkte ihr die Möglichkeit, über längere Zeiträume hinweg in verschiedenen Kulturen zu leben. Aus jeder von ihnen lernte sie, die Bedeutung des Unsichtbaren und der Vielfalt zu erkennen sowie auf ihrem Lebensweg Widerstandskraft und Flexibilität zu entwickeln.

Sie machte das Hier und Jetzt zu ihrem Zuhause. Dadurch gelingt es ihr, an jedem Ort, an dem sie sich befindet, Räume des Lernens zu schaffen und den Menschen, denen sie begegnet, dabei zu helfen, an die Kraft des Erschaffens zu glauben. Kunst und Kreativität sind die Werkzeuge, die sie dafür einsetzt.

In diesem Workshop lädt uns Mónica Salas dazu ein, uns an schöne Momente unserer Kindheit zu erinnern und diese miteinander zu teilen. Anschließend können diese Erinnerungen mithilfe der Linolschnitttechnik festgehalten werden und uns auf unserem Lebensweg als kleine Glücksbringer und schützende Talismane begleiten.

Seit September 2022 ist das LISBETH die Heimat der „Schule des Weitergebens". Dieses Projekt würdigt das verkörperte Wissen älterer Frauen und dient als Plattform für intergenerationellen und interkulturellen Austausch. Verschiedene Praktiken aus den Bereichen Handwerk, Natur- und Pflanzenwissen, Community-Building und Selbstreflexion wurden bislang geteilt. Dazu gehörten unter anderem Workshops zu Gesang, Kunsthandwerk, Aktivismus, Instrumentenbau, Fadenspinnen und Tagebuchschreiben sowie zu Fermentation – und vieles mehr. Die "Schule des Weitergebens" widmet sich aktuell dem Wissen von Frauen, die in Deutschland ihr Älterwerden verbringen, aber anderswo geboren oder sozialisiert wurden. 

Welches Wissen trägst Du mit Dir aus Deiner Lebenserfahrung? Welche Praktiken haben Dich begleitet und sind für Dich im Leben wichtig geworden? 

Die Schule des Weitergebens wird kuratiert von Alexis Hyman Wolff und durch eine Förderung vom Fonds Soziokultur ermöglicht.