OHNMÄCHTIGE SEHNSUCHT – MIND THE GAP

B.I.R.D. Dialog II VORTRAG 24.04.2026 18:30
MIT Ulrike Kluge
SPRACHEN Deutsch (mit englischer Übersetzung)
Freier Eintritt Spenden erwünscht
Besuch SAVVY ist mit dem Rollstuhl zugänglich
Wir laden Euch herzlich zum Vortrag "Versuch einer (psychoanalytischen) Beziehungsethik in Zeiten politischer Polarisierungen" der Psychoanalytikerin und Gruppenanalytikerin Ulrike Kluge ein, der im Rahmen der Fortbildungreihe B.I.R.D. Dialog stattfindet:
Polarisierungen bestimmen derzeit den gesellschaftlichen Diskurs und dringen auch in unsere alltäglichen Beziehungen: „Bist du dafür oder dagegen? Ist ein Mensch krank oder gesund, verrückt oder normal, Opfer oder Täter?“ Das Thema Migration und Flucht macht dies besonders deutlich. Debatten bewegen sich in Gegensätzen: Willkommen oder Abwehr, Humanität oder Überforderung, Integration oder Bedrohung.
In einer von Kriegen, Konflikten und der existenziellen Bedrohung durch die Klimakrise geprägten Welt erleben viele Menschen Ohnmacht. Wird der gemeinsame soziale Raum brüchig, beobachten wir erbitterten Kampf oder Rückzug in den privaten Raum. Der Wunsch nach Sicherheit und eindeutigen Antworten ersetzt den Dialog. Psychische und soziale Gesundheit entstehen jedoch nicht im Rückzug, sondern in geteiltem Verstehen.
BIRD Dialog öffnet nach der erfolgreichen Auftaktveranstaltung im Herbst 2025 am 24. und 25.04.2026 wieder gruppenanalytische Räume, in denen (noch) Unaussprechliches, Verunsicherungen und Ängste, gemeinsam gehoben und zur Sprache gebracht werden können. Nach dem Motto: Mind the gap.
Was nehmen Teilnehmende mit? Für alle Interessierten und insbesondere für Menschen in helfenden, sozialen und medizinischen Arbeitsfeldern bietet BIRD Dialog eine theorie- und erfahrungsgeleitete Veranstaltung zur Reflexion der eigenen privaten und professionellen Rolle in polarisierenden Zeiten.
Die Veranstaltung eröffnet Perspektiven, fördert einen souveränen Umgang mit Diversität und unterstützt darin, konflikthafte oder sprachlose Situationen verstehbar zu machen. Durch das Kennenlernen verschiedener dialogischer und gruppenanalytischer Formate gewinnen Teilnehmende mehr Spielraum im Umgang mit Ohnmacht, Spaltungen und Beziehungsabbrüchen. Unser Ziel ist es, Widerstandsfähigkeit nicht als individuelle Stärke oder Härte, sondern als relationale, gemeinschaftlich getragene Ressource erfahrbar zu machen. Teilnehmende sind ausdrücklich eingeladen, eigene Themen und Erfahrungen einzubringen.
