A NIGHT OF KNOWING NOTHING

SAVVY Contemporary ist zu Gast bei Raumgeben, der Reihe bei Arsenal Filminstitut e.V. zur Bedeutungund Gefährdung freier kultureller Räume. Lynhan Balatbat-Helbock und Laura Kloeckner stellen den Film A NIGHT OF KNOWING NOTHING (2021) von Payal Kapadia vor, der in Cannes als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet wurde. Im Zentrum steht das Film and Television Institute of India: Auf dem Campus gefundene Briefe einer Studentin namens L. an ihren Geliebten K. erzählen vom Eindringen der hindu-nationalistischen BJP in das linksliberale Umfeld der Filmschule. Die von L. zunächst auf Hindi und dann, wenn sie sich nicht mehr an K. richten, auf Bengali vorgelesenen Biefe verbinden sich mit Dokumentarmaterial, aufgenommen von ihr selbst sowie von Studierenden im ganzen Land. Auf Tanzszenen folgen Streiks und Proteste gegen das neue Staatsbürgerschaftsrecht und höhere Studiengebühren. Während L. um eine kastenübergreifende Liebe trauert, fordern Demonstrierende persönliche und politische Selbstbestimmung. Angesichts wachsender Diskriminierung und Gewalt stellt der Film die Frage nach der Rolle einer staatlich geförderten Filmschule in solchen Zeiten.